Nacktheit, Popmusik

Ich bin erstaunt über die Lyrics in den heutigen Pop Charts. Wenn ich mir vorstelle, dass pubertierende, leichtgekleidete 16 jährige in der Diskothek auf „Can you blow my whistle, Baby“ von Flo Rida tanzen, verstehe ich unsere Gesellschaft  nicht mehr. Und dann zeigt sich ein Teenie-Idol namens Miley Cirus halb Nackt in ihrem Musikvideo zu „Wrecking Ball“. Dazu kann ich nur sagen:“Wreckt mal die Gesellschaft“.

Die Medien verbreiten, dass Nacktheit „normal“ sei, dabei ist es das gar nicht. Und jetzt versteht mich bitte nicht falsch, denn ich bin die erste die „Ja“ schreit, wenn es sich um einen Saunabesuch handelt. Da kommen einige von euch wahrscheinlich schon ins schwitzen: „Hmm…Sauna. Nackt vor allen? Hmm…“. Ausserdem pflegten wir in meiner Familie mit „Nacktheit“ sehr offen umzugehen. So konnte es durchaus passieren, dass ich duschte während einer meiner Familienmitglieder zur Toilette ging und anders herum. Jetzt denken einige wahrscheinlich:“ Die hat sie nicht mehr alle…“, aber dann versteht ihr jetzt auch besser, warum Nacktheit in unserer Gesellschaft nicht „normal“ ist, obwohl die Medien das meiner Meinung nach verbreiten. Warum denke ich das?

Wenn ihr gerne Filme schaut, dann ist euch eventuell aufgefallen, dass mittlerweile Sexszenen (oder = Softpornos) zu jedem „guten“ Film gehören. Die Zeit ist vorbei, in der „Vorstellungskraft“ noch etwas bedeutete und Kinder ohne Probleme auch mal einen Actionfilm schauen konnten ohne danach traumarisiert zu sein. Denn wenn wir mal ehrlich sind, Kinder wissen intuitiv das Mama und Papa sich seeeehr lieb haben. Und Sie wissen auch, das die beiden irgendetwas machen wodurch Babys entstehen, doch sie wollen eigentlich nicht mehr wissen. Es sei denn sie fragen. Aber wenn so ein Kind zufällig, ungewollt so eine Szene sieht, dann hat das für mich traumatisierende Auswirkungen. Es vermittelt einfach ein ganz falsches Bild von Sex und Intimität. Denn wenn Sex eins ist, dann nie wie im Fernsehen!
In der Dokumentation „Pornosüchtig unter 18“, sagt ein Junge in etwa: „Ich fand das was ich sah nicht gut, ich wusste das es falsch war, trotzdem wollt ich immer mehr sehen“.  Dabei würde ich nie einen Jugendlichen „Pornosüchtig“ bezeichnen, nur weil er sich täglich Pornos anschaut. Die Jugend kann doch nichts dafür, dass der Zugang zu Pornos durch das Internet so einfach geworden ist. Und in diesem Alter hat man viele Fragen, diese werden jedoch selten mit den Eltern beredet, sondern mit den Freunden. Freunde wissen aber auch nicht immer mehr als man selbst und so versucht man halt durch Pornos etwas über Sex zu lernen.

Und jetzt habe ich noch nicht über die Verbreitung der weiblichen Stereotypen durch die Medien und durch Pornografie gesprochen, die eindeutig ein falsches Bild der Weiblichkeit, Sinnlichkeit und Erotik vermitteln. Diese Thematik führt nämlich zu der nächsten: Magersucht und Fettleibigkeit. Und das führt mich zu dem Entschluss: Unsere heutige Generation wächst mit einem ganz falschen Bild über Sex auf und besitzt nur noch wenig Körperbewusstein.

Die Medien vermitteln uns unter anderem ein Bild einer fiktiven Perfektion die es so nicht auf der Welt gibt. Die fiktive Welt der Filme, Serien und Videospiele ist so viel einfacher als die unsere „reale“ Welt, warum sollte man sich nicht dahinter verstecken?

Eigentlich müssten wir aufhören diesem ständigen Drang nach fiktiver Perfektion zu folgen und uns dadurch verrückt zu machen. Es wäre besser auf sich selbst zu hören und man sollte anfangen seine eigene „Perfektion“ zu definieren und gestalten und somit viel glücklicher zu sein.

Es bedankt und verneigt sich,
Lory

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s