My Manic to be in the nature: Unser Gemüsebeet 2.0

Hey How,

nachdem ich euch vom Aufbau unseres Gemüsebeetes erzählt habe. Möchte ich euch jetzt mehr über allgemeine Lernerfahrungen berichten,  über Dinge die mich erstaunt und fasziniert haben.

Aus Plan B, mach Plan A:

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Wir haben einige Gemüsesorten selbst ausgesät und auf der Fensterbank gross gezogen, jedoch hat dies nicht ganz gut funktioniert. Ich würde jedem Neuling daher empfehlen unseren Plan B direkt in Plan A umzuwandeln. Und zwar die Pflanzen vorgezogen kaufen. Dies taten wir bei einem Biohändler unseres Vertrauens. Dieser stellte sogar Zertifikate aus, um die Echtheit des biologischen Anbaus zu bestätigen. Eine zufriedenstellend Neuheit. Mir war vorher nicht bewusst, dass dies existierte.

Das neuentdeckte Kürbisgewächs:

Unser Sortiment wurde wild und ohne Überlegung eingekauft. So hatten wir zu viele Zucchinipflanzen. Wusstet ihr das Zucchini ein Kürbisgewächs ist? Ich nicht! Wir hatten 5-6 Stück. Meiner Meinung nach sind zwei Pflanzen für einen Haushalt bis zu 4 Personen ausreichend.

Die Schneckenplage:

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Brokkoli hatten wir auch, dieser ist jedoch den Schnecken grösstensteils zum Opfer gefallen. Leider. Schnecken sind in einem Biogemüsebeet wohl eines der grössten Probleme. Ich habe viele Methoden zur Bekämpfung zu Ohren bekommen:

a) Schnecken sammeln, heisses Wasser drüber kippen und die Leichen zur Abschreckung für andere Schnecken ins Beet legen.

b) Dunkles Bier in Schälchen ins Beet stellen. Der süsse Geruch soll die Schnecken anziehen und diese sollen schlussendlich darin ertrinken.

c) Kaffeesatz und Eierschalen um die Pflanzen verteilen. Den Kaffeesatz riechen Schnecken anscheinend nicht so gerne und die Eierschalen sollen den Schnecken den Weg blockieren.

Ein natürlicher Feind der Schnecken und eine Überlegung wert waren Laufenten. Diese fressen Schnecken liebend gerne. Bedingungen: 8 Meter hoher Zaun, Wasserbecken und/oder Teich. Nachteil: Entenkacke.

Eindeutig falsch war es Holzstege ins Beet zu legen. Unter diesen konnten die Schnecken sich nämlich über Tag verstecken und Nachts rauskommen. Regelmässig mussten wir die Holzstege hochheben, die Schnecken beseitigen und die Holzstege wieder zurück legen. Eine mühsame Arbeit. Trotzdem waren die Holzstege irgendwie praktisch um sich innerhalb des Beetes fortzubewegen ohne auf Pflanzen zu treten.

So blieb uns vor allem „die-absammeln-und-in-andere-Gärten-schmeissen-Methode“ oder manchmal auch, das auf gut Deutsch: „kapput-hacken“.

Die Geschichte vom Ekel vor dem eigenen Gemüse:

Abgesehen von Schnecken bescherte uns das Gemüsebeet eine Vielzahl von Insektenarten die unseren Garten belebten. Vor allem über Bienen habe ich mich immer sehr gefreut und Schmetterlinge waren bei Sonnenschein oft mehrere gleichzeitig vor Ort.

Ekel packte mich bei der Zubereitung meines ersten geernteten Blumenkohls. Ich wollte eine Suppe kochen. Also wusch ich den Blumenkohl und begann ihn in Stücke zu schneiden, was ich vor fand war erschreckend: Kleine Schnecken und Raupen. Der Ekel packte mich fest und der Blumenkohl machte einen Sprung durch die Küche….“sind doch nur Tiere, die tun dir nichts„, wiederholte sich das Mantra in meinem Kopf als ich mutig den Blumenkohl erneut in die Hände nahm, die Kleintiere abstreifte und in die Natur aussetzte. Doch der Ekel war ein hartnäckiger Begleiter. Während der Zubereitung der Suppe ging mir das Bild der Insekten auf wohlgemerkt meinem Blumenkohl nicht aus dem Kopf. Schlimmer fand ich es aber eigentlich, dass ich mich überhaupt ekelte. Ist es schon so weit? Habe ich mich schon so sehr an das saubere Supermarkt Gemüse gewöhnt? Ich bin damit aufgewachsen. Aber ist es sauber oder sehe ich einfach nicht was sich genau alles auf dem Gemüse befindet? Bei dem Gemüse aus meinem Garten sehe ich zumindest „den Dreck“ und kann ihn friedvoll beseitigen. Und nachdem ich einen Löffel meiner hervorragend schmeckenden Suppe genommen hatte, war der Ekel fast gewichen, denn sie schmeckte besser.

Erneut bekam ich einen Rat und zwar Blumenkohl, sowie Brokkoli in Wasser zu legen. Die Tiere kommen an die Wasseroberfläche und können „entsorgt“ werden.

Die Blütezeit:

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Ein weitaus wunderschöne Lernerfahrung war die Blütezeit des Brokkoli und Blumenkohls. Ich habe nicht gewusst, dass diese Pflanzen blühen können. Ich kam mir schon ein wenig dumm vor, dass ich über unsere Nahrung eigentlich nur sehr wenig weiss.

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Auch die anderen Pflanzen zeigten Nach und nach Ihre Blüten und färbten unseren Garten bunt.

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Ein eigenes Gemüsebeet ist wirklich konstante Arbeit, dass muss ich gestehen. Die Erfahrungen die ich gesammelte habe wiegen dies jedoch auf. Es gibt noch so viel zu lernen und ich lerne halt am liebsten wenn ich etwas mache und sowieso wer macht hat Recht.

Es bedankt und verneigt sich,

Danielle

 

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